Füße

Unsere Füße tragen uns ein Leben lang. Aber erst dann, wenn sie Probleme machen, nehmen wir sie wahr. Dabei gehören sie mit zu den Schwerstarbeitern unseres Körpers. Sie müssen z. B. 120 000km im Laufe unseres Lebens gehen, täglich ca. 1000 Tonnen Körperlast bewältigen. Schon 10 kg Übergewicht erhöhen diese Last bei nur 10 Schritten um 100 kg.

Unsere Füße können wir auch als hochsensible Sinnesorgane betrachten. Hier verlaufen viele Nerven, welche ihre Informationen über Unebenheiten auf dem Fußboden, Temperaturen o.ä. an die entsprechende Muskulatur weiterleiten. Dieses ermöglicht uns z.B. den Fluchtreflex, wenn wir auf eine Nagel treten oder verhindern ein permanentes Stolpern, wenn eine kleine Unebenheit auftaucht, ohne dass wir diese zuvor mit den Augen wahrgenommen haben.

Aber auch ganz wesentliche Verhaltensformen der modernen Zivilisation haben Einfluss auf die Funktion und Form des Fußes. Das bedeutet nicht, dass jeder Spreizfuß auch Krankheitswert hat. Die Mehrheit der Bevölkerung hat Spreiz- und Senkfüße. Insofern wäre das sicher eher als Normalität anzusehen, denn normal ist, was die Mehrheit hat. Entscheidend ist also nicht die Fußform als solche, sondern die Beschwerden, die damit verbunden sind. Insofern sollte man auch nur diese behandeln, von Ausnahmen, vor allem bei Kindern, abgesehen.

Siehe auch:
Fersensporn und Fersenbeschwerden
Spreizfuss-Senkfuss

Fersensporn

Ein Fersensporn ist eine knöcherne Ausziehung im Fußsohlenbereich der Ferse. Diese entsteht meist infolge einer Überlastung der Sehnenplatte, welche sich von den Zehen bis zur Ferse spannt und verantwortlich ist für die Bildung des so genannten Fußlängsgewölbes.



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Spreizfuss-Senkfuss

Der Fuss ist ein ebenso kompliziertes Gebilde wie die Hand. Er besteht aus ähnlich vielen Knochen und Muskeln. Ursprünglich ist der Fuss auch als Greiforgan ausgebildet. Wir benutzen ihn jedoch nicht mehr als Greiforgan. Wir gehen oder stehen den ganzen Tag auf mehr oder weniger hartem Untergrund. Dies hat zur Folge, dass die Fussmuskulatur nur noch wenig benutzt wird und deshalb erschlafft. Dadurch sinken das Längs- und Quergewölbe des Fusses ein. Über einen kürzeren oder längeren Zeitraum kommt es deshalb bei den meisten Patienten zu Fussbeschwerden. Erst die Beschwerden führen den Patienten zum Arzt.



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