Wie wird die Hüftgelenksarthrose behandelt?

Die Therapie der Hüftgelenksarthrose ist abhängig vom Stadium der Arthrose und von den Symptomen, die der Patient im Rahmen dessen zeigt.

Nichtoperative Behandlung der Hüftgelenksarthrose:

Diese Behandlung kommt bei frühen Stadien der Hüftgelenksarthrose in Frage. Dabei werden eingesetzt:

  • Antientzündliche Medikamente ( Ibuprofen, Diclofenac oder Coxibe)
  • Krankengymnastik
  • Gewichtsabnahme
  • Benutzung von Gehhilfen
  • Zurichtung der Straßenschuhe zur besseren Dämpfung des Gelenks.
  • Einnahme von knorpelaufbauenden Substanzen vor allem Chondroitinsulfat, Glucosaminoglycane
  • Injektionen von Hyaluronsäure (Bestandteil der normalen Gelenkflüssigkeit in das Gelenk als Ersatz und Verbesserung der noch vorhandenen Gelenkflüssigkeit.)

Sehr viele Patienten kann man mit diesem konservativen Therapiekonzept über längere Zeit eine gute bis sehr gute Lebensqualität sichern und den Zeitpunkt für ein operatives Vorgehen hinausschieben. Voraussetzung ist eine möglichst frühzeitige Diagnosestellung, um die Entstehung größere Schäden zu vermeiden.

Operative Behandlung der Hüftgelenksarthrose:

Sollte auf o. g. Wege keine zufriedenstellende Lebensqualität mehr erreichbar sein, wird man die Entscheidung zum operativen Vorgehen zu treffen haben. Dazu stehen im wesentlichen zwei Verfahren zur Verfügung.

Hüftgelenksnahe Umstellungsosteotomien mit dem Ziel, die Lastübertragung im Gelenk zu optimieren, die Durchblutungssituation zu verbessern und den Gelenkbinnendruck zu reduzieren. Dafür kommen vor allem jüngere Patienten in Frage, welche z. B. unter einer angeborenen Hüftgelenksfehlstellung leiden.

Endoprothetische Gelenkersatz: Der Hüftgelenksersatz ist inzwischen sehr erfolgreich und hat hervorragende Kurz-, und Langzeitergebnisse vorzuweisen. Es gibt unzählige verschiedene Prothesenmodelle, die sowohl mit Zement oder auch ohne Zement eingesetzt werden können. Überwiegend werden heute jedoch die zementfreien Prothesensysteme bevorzugt. Neben der Frage, ob zementiert oder ohne Zement, gibt es die verschiedensten Materialpaarungen zwischen Prothesenkopf und Hüftpfanne z. B. Metall-Metallpaarung, Metall-Keramikpaarungen usw.. Welches das für Sie geeignete Prothesensystem ist, wird Ihr Orthopäde nach einer gründlichen Untersuchung und Beachtung Ihrer individuellen Besonderheiten mit Ihnen besprechen und festlegen. Ein solches implantiertes künstliches Hüftgelenk hat eine durchschnittliche Überlebensdauer von wenigstens 15 Jahren. Inzwischen blickt man aber auch auf bereits implantierte Prothesen mit einer Tragedauer von über 20 Jahren zurück.

Nachbehandlung:

Am Tag nach der Operation kann der Patient in aller Regel unter Aufsicht eines Krankengymnasten bereits wieder aufstehen und mit Gehstützen gehen. In den allermeisten Fällen wird hier sofort eine Vollbelastung erlaubt sein. Nach ca. 10-14 Tagen nach erfolgter Wundheilung wird der Patient in eine hochqualifizierte Rehabilitationsklinik verlegt, wo dann schrittweise wieder das normale Gehen erlernt, die Muskulatur auftrainiert und der Patient darauf vorbereitet wird, wieder in seine häusliche Umgebung zurück zu gehen. In aller Regel kann der Patient nach 4-8 Wochen die Gehstützen zur Seite legen.

Content Bottom
 
mainBottom